Speerwurf-Event und Spendenlauf für einen guten Zweck

Video zum Spendenlauf. Film von Marco Wonschik, Drohnenpilot: Matthias Müll.

(Sr) Spitzensportler aus verschiedenen Disziplinen hatten sich für den 07. Juli angekündigt, um die Spendenaktion der Beruflichen Schulen Achern für den Förderverein krebskranker Kinder Freiburg zu unterstützen.

Hunderte Schüler der Beruflichen Schulen Achern sowie Schüler der Antoniusschule Oberachern, der Schlossbergschule Kappelrodeck und der Realschule Achern sowie viele weitere Schaulustige empfingen im Stadion des LBV Achern zunächst in einem Spalier die Speerwerfer, Läufer, Triathleten und Fußballerinnen, die dabei offensichtlich großen Spaß hatten.

Vor der vollbesetzen Tribüne im Hornisgrindestadion starteten die beiden Speerwurfweltmeister Christina Obergföll und Johannes Vetter die Duelle gegen mutige Hobbysportler. Der Speerwurf-Bundestrainer Boris Obergföll verkündete jeweils die erzielten Weiten und hatte für die Athletinnen und Athleten so manchen Techniktipp parat.

Fünf Lehrkräfte und ein Arzt zeigten, dass sich das Training gelohnt hat. Der beste Werfe war Christian Bär, der seinen Speer auf starke 32,87 m schleuderte. Aber auch Jens Rißmann mit 28,86 m und Alexander Möllering mit 20,03 m erzielten respektable Weiten. Außer Konkurrenz warf der Wurftrainer des LBV, Eyk Teufert, 36,96 m. Wegen einer Schulterverletzung konnte Johannes Vetter, der letztjährige Sieger der Diamond League, nur aus dem Stand werfen, beeindruckte aber ohne Anlauf mit 56,79 m.

Noch spannender war der Damen-Wettkampf, der beim Badischen Sportbund offiziell als Wettkampf angemeldet war. Der LBV Achern hatte diesen angemeldet, da Christina Obergföll den 14 Jahre alten badischen Rekord von 41,19 m überbieten wollte. Dies gelang ihr in allen drei Würfen, der weiteste landete bei tollen 44,64 m. Damit ist die doppelte Silbermedaillengewinnerin bei Olympischen Spielen neue badische Rekordhalterin im Speerwurf in der Klasse w40. Das Siegerpodest ergänzten Maria Olhausen mit 15,25 m ganz knapp vor Lena Schneider mit 15,09 m.

Beim anschließenden Spendenlauf starteten neben den über 500 Schüler*innen und einigen externen Läufern auch sportliche Vorbilder wie der 90-jährige Marathonläufer Arne Haase, die 87-jährige Seniorenweltmeisterin Elfriede Hodapp, der Iron-Man-Triathlet und Ultraläufer Jörg Scheiderbauer, der aktuell schnellste 400- und 800-m-Läufer Deutschlands seiner Altersklasse, Marcus Siegle, sowie die beiden Fußballerinnen vom SC Sand, Emily Evels und Isabella Scheerder. 

Der Oberbürgermeister der Stadt Achern, Klaus Muttach, schickte die großen und kleinen Läuferinnen und Läufer auf den Rundkurs im und außerhalb des Stadions. Vor allem durch die tatkräftige Unterstützung von Herrn Hans-Peter Vollet, der im Namen der Stadt Achern Straßen sperrte, Bewohner anschrieb und die Strecke markierte, konnte der Lauf gefahrlos absolviert werden. 

Die Läuferinnen und Läufer legten sich für den guten Zweck mächtig ins Zeug und gingen während der 60 Minuten teilweise bis an und über die persönliche Belastungsgrenze, was einige Läuferinnen und Läufer am nächsten Morgen zu spüren bekamen. Dank des idealen Laufwetters hatten die anwesenden Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter der Beruflichen Schulen Achern, des Gymnasiums Achern und der Realschule Achern nur wenig zu tun, sodass das Rettungsfahrzeug, das das Deutsche Rote Kreuz zur Verfügung gestellt hatte, kaum frequentiert war. Dies bestätigt auch die Liste der verbrauchen Materialien: 6 Pflaster, 1 Dreieckstuch, 1 Kühlkompresse und ein paar Liter Wasser.

Im Ziel sah man viele glückliche Gesichter, teilweise stolz auf die eigene Leistung, teilweise aber auch einfach nur froh, dass die Stunde vorbei war. Als Lohn gab es neben einem Getränk eine Urkunde und ein Armbändchen, das an den Lauf erinnert.

Die gelaufenen 2.978,4 km und die geworfenen Meter des Speerwurfs waren den Spendern über 15.000 € wert. Dabei waren Einzelspenden von bis zu 1.500 €.

Herzlichen Dank an alle, die uns bei dieser Spendenaktion zu Gunsten des Fördervereins krebskranker Kinder Freiburg unterstützt haben!

Vielen Dank auch an den Drohnenpiloten Matthias Müll, der spektakuläre Bilder und Videos mit seiner Drohe aufgenommen und so diesen besonderen Tag festgehalten hat.

Einen herzlichen Dank gilt aber vor allen unseren prominenten Sportlerinnen und Sportlern, die sich sehr viel Zeit für die großen und kleinen Fans genommen haben. Egal, ob es sich um Autogrammwünsche auf T-Shirts, Jeans, Handyhüllen oder Startnummern handelte, oder ob Fotos bzw. Selfies gewünscht wurden, wirklich alle bekamen, was sie gerne wollten. Ein unvergessliches Erlebnis.

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