(Pn) Im Rahmen eines spannenden Ausflugs besuchte die Klasse 13 des Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums das Schülerlabor des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in Karlsruhe. Dort erhielten die Jugendlichen die Gelegenheit, moderne molekularbiologische Methoden selbst praktisch anzuwenden und einen Einblick in die Arbeit in einem echten Labor zu bekommen.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Erstellung des eigenen genetischen Fingerabdrucks. Dafür gewannen die Schüler:innen zunächst DNA aus ihren Mundschleimhautzellen. Dieser erste Schritt machte deutlich, dass genetisches Material in nahezu jeder unserer Körperzellen enthalten ist und mit relativ einfachen Methoden isoliert werden kann.
Anschließend führte die Klasse eine PCR (Polymerase-Kettenreaktion) durch. Mit dieser Methode lassen sich bestimmte Abschnitte der DNA vervielfältigen, sodass sie anschließend genauer untersucht werden können. Besonders spannend war es, die einzelnen Arbeitsschritte selbst auszuführen und dabei die Geräte und Materialien zu verwenden, die auch in der Forschung eingesetzt werden. Nach der Vervielfältigung der DNA analysierten die Schüler:innen ihre Proben mithilfe der Gelelektrophorese. Dabei werden DNA-Fragmente nach ihrer Größe getrennt und als Banden im Gel sichtbar gemacht. Diese Banden bilden schließlich den sogenannten genetischen Fingerabdruck. Das Ergebnis war für die Jugendlichen besonders interessant: Ihre genetischen Muster waren außergewöhnlich ähnlich. Die Auswertung zeigte daher scherzhaft, dass wir „eine große Familie“ sind – etwas, das wir als Klasse ohnehin schon vorher wussten.
Der Tag im Schülerlabor war für die Klasse eine großartige Erfahrung. Besonders beeindruckend war, dass die theoretischen Inhalte aus dem Unterricht einmal selbst praktisch angewendet wurden. Gleichzeitig hat die Arbeit im Labor viel Spaß gemacht und einen spannenden Einblick in die Welt der modernen Genetik gegeben.








