SGGG: True-Crime-Gamification zu Ewigkeitschemikalien im Chemieunterricht

(Bz) Am Mittwoch, den 7. Januar 2026, besuchten uns Alexander Weigand und Lea Wattenberg der Hochschule Offenburg im Rahmen des Chemieunterricht der 13/1, um die Bedeutung der Ewigkeitschemikalien (auch: PFAS) mit der Klasse spielerisch zu erarbeiten. PFAS sind vom Menschen hergestellte Stoffe, die sich in der Umwelt kaum abbauen, sich in Wasser, Boden und Lebewesen anreichern und deshalb langfristig Risiken für Umwelt und Gesundheit darstellen. So kam es in Rastatt zu einer PFAS-Belastung von Böden und Grundwasser, nachdem verunreinigte Abfälle auf Felder ausgebracht wurden, was zu Einschränkungen bei Trinkwasser und Landwirtschaft führte.

Dieser Fall wurde im Rahmen einer True-Crime-Gamification-Unterrichtsmethode den Schülern und Schülerinnen nähergebracht. Im Rahmen dieser Unterrichtsmethode werden Elemente von Brettspielen genutzt, um Themen so spielerisch nahezubringen. Anna-Lena Huber aus dem SGGG13/1 berichtet, wie sie die Einheit erlebt hat:

„Zu Beginn wussten wir noch nicht genau, worum es inhaltlich gehen würde. Anschließend wurden wir in Gruppen eingeteilt. Alle Gruppen arbeiteten am gleichen Fall, dem PFAS-Fall Rastatt, bearbeiteten jedoch teilweise unterschiedliche Teilaspekte. Eine Aufgabe bestand darin, mithilfe einer Landkarte herauszufinden, wie die PFAS-Verunreinigung in das Trinkwasser gelangte. Auf der Landkarte waren verschiedene Dörfer, Ackerflächen und Wälder eingezeichnet, allerdings ohne Namen. Außerdem verlief in der Mitte der Karte ein Fluss, der sich später in zwei Bäche teilte: einer floss mehr nach Osten, der andere nach Westen. Zunächst mussten wir uns einen Überblick über die Umgebung verschaffen und die Dörfer, Felder und Wälder auf der Karte markieren. Dazu hatten wir einen Text über zwei Kanu-Touren, die durch die Flüsse führten. Durch diesen Text konnten wir erkennen, wo sich die einzelnen Dörfer befinden und wie die Felder und Wälder heißen. Auf diese Weise konnten wir die Karte Schritt für Schritt ergänzen und die Umgebung besser einordnen. Zusätzlich hatten wir eine E-Mail, in der die PFAS-Belastung der einzelnen Dörfer angegeben war. Dadurch konnten wir erkennen, dass besonders das Dorf Bühl stark belastet war. Da sich in der Umgebung von Bühl viele landwirtschaftliche Flächen befinden, kamen wir zu der Annahme, dass die PFAS zunächst auf die Felder gelangt sind und von dort über den Boden ins Grundwasser und damit ins Trinkwasser gelangt sind.

Insgesamt hat uns die Arbeit sehr gut gefallen. Die Zeit war ausreichend, das Schwierigkeitsniveau war passend. Die Aufgabe war weder zu leicht noch zu schwer und ließ sich gut im Team lösen. Besonders positiv war der praxisnahe Aufbau, der das Thema anschaulich und verständlich vermittelt hat.“

Im Anschluss standen Alexander Weigand und Lea Wattenberg für Fragen rund um das Thema Ewigkeitschemikalien und mögliche Studiengänge der Hochschule Offenburg bereit. Wir bedanken uns bei Alexander Weigand und Lea Wattenberg von der Hochschule Offenburg für diesen schönen Einstieg in das Thema PFAS.


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